Dagmar Ellerbrock

Dagmar Ellerbrock ist seit 2014 Lehrstuhlinhaberin für Neuere und Neueste Geschichte an der TU Dresden und seit 2014 assoziierte Wissenschaftlerin (Adjunct Researcher) des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin.

 

2012-2014 Leitung der Minerva Forschungsgruppe „Gefühle, Gewalt & Frieden“ am MPI für Bildungsforschung in Berlin. Sie war Stipendiatin der Friedrich Ebert Stiftung, des Deutschen historischen Instituts (DHI) Washington, der Rockefeller Archives Foundation und der DFG. Nach dem Studium der Fächer Geschichte, öffentliches Recht und Anglistik an den Universitäten Freiburg und Konstanz promovierte sie sich 1999 an der Universität Bielefeld mit einer Studie zur amerikanischen Besatzungspolitik. Dort lehrte und forschte sie von 1999-2009 als wissenschaftliche Assistentin an der Fakultät für Geschichtswissenschaft und habilitierte sich 2011 mit einer Arbeit zur Geschichte der deutschen Waffenkultur. 2012 vertrat sie die Professur für die Geschichte Europas und des europäischen Kolonialismus an der Universität zu Köln und lehrte 2013 als Gastprofessorin an der Universität Wien.

 

Publikationen: „Healing Democracy“ – Demokratie als Heilmittel. Gesundheit, Krankheit und Politik in der amerikanischen Besatzungszone 1945-1949, Bonn 2004; Gun-violence and control in Germany 1880-1911. Scandalizing Gun Violence and Changing Perceptions as Preconditions for Firearm Control, in: Wilhelm Heitmeyer, Heinz-Gerhard Haupt, et al. (Hg), The Control of Violence in Modern Society: Multidisciplinary Perspectives, From School Shootings to Ethnic Violence, Berlin 2010, S. 185-212; Generation Browning. Überlegungen zu einem praxeologischen Generationenkonzept, in: Geschichte im Westen 26, (2011), S. 7–34; Gun-rights as privileges of free men – Chronology of a powerful political myth of the 19th and 20th century Germany, in: Kathleen Starck/Birgit Sauer (Ed.), Political Masculinities, Newcastle 2014, 67 – 79.  Vom „ächten deutschen Waffenrecht“. Waffenpraktiken zwischen Volksentwaffnung und der Freyheit des Gewehrbesitzes, Steiner Verlag, Stuttgart, (forthcoming) 2016; Old games – new meanings? Understanding modern juvenile violence in the light of nineteenth century cultures, Miscellanea Anthropologica et Sociologica, No 15 (2014), S. 56–70; Ellerbrock, D., Warum Germania bewaffnet war und trotzdem nicht wählen durfte, in: Dies. und Weckel, U., Frauen, Waffen und Gewalt, Themenheft der WerkstattGeschichte, 2014, S. 31-54; Zwischen individuellen Dispositionen und gesellschaftlichen Dynamiken: Körper und Kontext als Herausforderung einer interdisziplinären Aggressions- und Gewaltforschung, Interdisziplinäre Anthropologie, Jahrbuch 2/2014: Gewalt und Aggression, S. 57-70; Ellerbrock, D. „Waffenkultur in Deutschland“, Aus Politik und Zeitgeschichte 35-37, (2014), 1-8; Ellerbrock, D. und Kesper-Biermann Eds., Between Passion and Senses? Perspectives on Emotions and Law, (InterDisciplines: Special Issue 1/2015); Deutsche Schießwut. Zur Transformation der deutschen Waffenkultur im 19. und  frühen 20. Jahrhundert, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, forthcoming 2017.

 

Dagmar Ellerbrock modiert die Diskussion zwischen Lukas Bärfuss und Jürgen Kaube zum Thema „Wieviel Streit braucht die Demokratie?“ am 9.11. um 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum.

 

Foto: Amac Garbe