Hanns-Josef Ortheil

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Als Kind litt er lange unter Mutismus. Eine Karriere als Pianist scheiterte aus gesundheitlichen Gründen. Er studierte in Mainz, Göttingen, Paris und Rom Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Philosophie, Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft. 1976 wurde er mit einer Dissertation zur Theorie des Romans im Zeitalter der Französischen Revolution am Deutschen Institut der Universität Mainz promoviert, wo er danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Hochschulassistent tätig war. 1990 erhielt er eine Dozentur für Kreatives Schreiben und Gegenwartsliteratur an der Universität Hildesheim, wo er 1999 den Studiengang „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“ gründete, der später zur Professur und zum Institut erweitert wurde.

 

Zugleich arbeitete Hanns-Josef Ortheil als Journalist und Literaturkritiker für diverse Zeitungen und Zeitschriften und veröffentlichte zahlreiche Sachbücher und Romane, häufig zu historischen Themen. Zu seinen Werken zählen „Fermer“ (1979), „Die große Liebe“ (2003), „Die Erfindung des Lebens“ (2009) und „Das Kind, das nicht fragte“ (2012). Zuletzt erschien der Roman „Der Stift und das Papier“ (2015).

 

Hanns-Josef Ortheil liest aus seinem Roman „Der Stift und das Papier“ am 13.11. um 16 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum.

 

Foto: Lotta Ortheil