Herta Müller

Herta Müller wurde 1953 in Nitzkydorf in Rumänien geboren. Sie studierte an der Universität des Westens Timisoara Germanistik und Rumänistik und arbeitete als Übersetzerin und Lehrerin. Als Teil der deutschsprachigen Minderheit und Gegnerin der kommunistischen Regierung war sie Repressionsmaßnahmen durch die Geheimpolizei Securitate ausgesetzt. Das Erscheinen ihres ersten Buches „Niederungen“ wurde durch die Zensur behindert, zeitweilig wurde sie mit einem Veröffentlichungsverbot belegt.

 

1987 konnte sie in die Bundesrepublik Deutschland ausreisen. Ihr umfangreiches Werk enthält Erzählungen und Romane, Gedichte und Essays. Zu ihren bekanntesten Werken zählen „Reisende auf einem Bein“ (1989), „Der Fuchs war damals schon der Jäger“ (1992), „Herztier“ (1994), „Heute wär ich mir lieber nicht begegnet“ (1997) und „Atemschaukel“ (2009). Jüngst erschien der Lyrik-Collagen-Band „Vater telefoniert mit den Fliegen“ (2012) sowie der Essayband „Hunger und Seide“ (2015). Herta Müllers Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Kleist-Preis (1994), dem Joseph-Breitbach-Preis (2003) und dem Berliner Literaturpreis (2005). Im Jahr 2009 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen.

 

Herta Müller eröffnet das Festival Literatur Jetzt! 2016 mit einer Lesung unter dem Titel „Ich brauchte jeden Tag dringend die Schönheit der Sätze“ am 6.11. um 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum.

 

Foto: Steffen Giersch