Marcel Beyer

Marcel Beyer, geb. 1965, lebte in Köln, bevor er 1996 nach Dresden umzog. Bekannt wurde er 1995 mit seinem Roman „Flughunde“, in dem er vom Zweiten Weltkrieg, von der Instrumentalisierung der Sprache durch die Propaganda und von Experimenten mit menschlichen Stimmen erzählt. Es folgten die Lyrikbände „Falsches Futter“ (1997) und „Erdkunde“ (2002) sowie die Romane „Spione“ (2000) und „Kaltenburg“ (2008). Vor zwei Jahren legte er seinen Gedichtband „Graphit“ vor, eine in zwölf Jahren angewachsene Gedichtsammlung, in der er seine Erforschungen von Sprache, Landschaften und Kulturen weiter fortsetzt. 2014 schrieb er das Libretto zu Manos Tsangaris „Karl May, Raum der Wahrheit“, das an der Semperoper Dresden uraufgeführt wurde. Am 5. November 2016 wird Marcel Beyer der Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen.

 

Marcel Beyer ist zu erleben bei den Veranstaltungen „Es kommt ein A- Literatur trifft Musik“ am 11.11. um 19 Uhr und „Zur Sprachähnlichkeit der Musik“ am 12.11. um 15 Uhr, jeweils im Deutschen Hygiene-Museum.

 

Foto: David Brandt