Martin Rohrmeier

Martin Rohrmeier wurde 1979 geboren, studierte Martin Rohrmeier Musikwissenschaft, Philosophie und Mathematik an der Universität Bonn. 2004 setzte er sein Studium der Musikwissenschaften an der University of Cambridge/UK fort und erwarb dort 2005 seinen MPhil sowie 2010 seinen Doktortitel zum Thema des impliziten Lernens musikalischer Strukturen mit Hilfe experimenteller und rechnerbasierter Ansätze. Im Anschluss an Postdoc-Tätigkeiten bei Microsoft Research sowie im Exzellenzcluster „Languages of Emotion“ der Freien Universität Berlin erhielt er 2013 ein Stipendium im Rahmen der Intelligence Initiative des Massachusetts Institute of Technology (MIT)/USA. Martin Rohrmeier hat zahlreiche Artikel auf dem Gebiet der Musikkognitionsforschung verfasst, darunter „Processing of Hierarchical Syntactic Structure in Music“ (zusammen mit Stefan Koelsch, Sebastian Jentschke und Renzo Torrecuso, erschienen 2013 in Proceedings of the National Academy of Sciences). Darüber hinaus ist er Co-Herausgeber der Publikationen „Music Cognition: Learning and Processing.” (erschienen in Topics in Cognitive Science, 2012) sowie „Language and Music as Cognitive Systems” (Oxford University Press, 2011).

 

Martin Rohrmeiers Forschungsschwerpunkte sind Musikkognition, empirische Musikforschung, implizites Lernen, Computermodellierung und Korpusanalyse, Musiktheorie und -analyse sowie Relationen von Musik und Sprache. Das Gebiet der Musikkognitionsforschung hat sich im Verlauf der letzten 25 Jahre zu einem schnell wachsenden Forschungsfeld entwickelt, das eine Vielzahl interdisziplinärer Ansätze zur Musik verbindet, die über die traditionelle Trennung von Geistes- und Naturwissenschaften hinausgehen. Seine Forschung verfolgt das Ziel, mit interdisziplinären Methoden das Zusammenspiel kognitiver Prozesse zu verstehen, die beim Musikhören eine zentrale Rolle spielen. In diesem Rahmen untersucht er weiterhin die Frage, wie sich Einsichten der Musiktheorie formal modellieren lassen und wie musikalische Kompetenz erworben wird und mental repräsentiert ist. In diesem Zusammenhang kombiniert er Methoden der experimentellen Psychologie und kognitiver Modellierung mit theoretischen Ansätzen aus der Musiktheorie, der Linguistik sowie der Theorie formaler Sprachen. Für empirische Forschungsarbeiten wird im Gebäude des Instituts für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden derzeit ein Sound Labor eingerichtet.

 

Martin Rohrmeier hat in Cambridge und am MIT Veranstaltungen zu Music & Science, Musikkognition wie auch theoretische Linguistik unterrichtet und zahlreiche studentische Projekte betreut. Seit September 2014 hat Martin Rohrmeier die Open Topic-Professor für Systematische Musikwissenschaft mit Schwerpunkt Musikkognition an der Technischen Universität Dresden inne. In Wintersemester 2016/17 bietet er an der TU Dresden Veranstaltungen im Bereich Musikkognition und Musiktheorie an, um die Studierenden in zentrale Fragen und Probleme des Forschungsgebiets der Systematischen Musikwissenschaft einzuführen.

 

Link zur Professur für Systematische Musikwissenschaft an der TU Dresden

 

Martin Rohrmeier diskutiert mit beim Dialog-Salon „Zur Sprachähnlichkeit von Musik“ am 12.11. um 15 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum.

 

Foto: René Löffler