Florian Illies: „Gerade war der Himmel noch blau. Texte zur Kunst“ – Lesung und Gespräch mit Marcel Beyer

Florian Illies ist vieles: Kunsthändler, Zeitschriftengründer, Schriftsteller, Journalist. Bekannt wurde er 2000 mit seinem Buch „Generation Golf“, in dem er das Bild einer unpolitischen und unkritischen Generation (der um 1970 Geborenen) entwirft, die Hedonismus und Markenbewusstsein zu einem Wert erhoben habe. In den beiden darauf folgenden Bänden „Anleitung zum Unschuldigsein“ (2001) und „Generation Golf zwei“ (2003) suchte Illies seine Thesen zu bestätigen. 2012 schaffte er es mit seinem Buch „1913: Der Sommer des Jahrhunderts“ wieder auf die Bestsellerlisten, darin er ein „Mosaik hochproduktiver Genies präsentiert“ (Gustav Seibt): Freud, Kraus, Wittgenstein, Weber, Schönberg – sie alle machten in diesem Vorkriegsjahr von sich reden. Sein neues Buch trägt den Titel „Gerade war der Himmel noch blau“ und versammelt Texte zur Kunst. Illies kann begeistert und begeisternd wie kaum ein Anderer darüber schreiben: ein glühender Liebesbrief an Caspar David Friedrich ist ebenso in dem Buch  enthalten wie Porträts über Max Friedlaender, Gottfried Benn, Harry Graf Kessler bis hin zu Andy Warhol. Und Illlies erkundet, warum die besten Maler des 19. Jahrhunderts am liebsten in den Himmel blickten und begannen, Wolken zu malen, er erzählt, was sie scharenweise in ein kleines italienisches Dörfchen namens Olevano trieb und fragt sich, ob Romantik heilbar ist. Er weiß, wovon er schreibt, denn derzeit ist Illies am Berliner Auktionshaus „Villa Grisebach“ für die Kunst des 19. Jahrhunderts verantwortlich. Im Mai 2014 wurde der 1971 geborene Autor für sein Werk mit dem Ludwig-Börne-Preis ausgezeichnet. Florian Illies liest aus seinem neuen Buch  und spricht mit dem Dresdner Schriftsteller Marcel Beyer.

 

Florian Illies: „Gerade war der Himmel noch blau“ | 8. November 2017 | Mittwoch | 19 Uhr | Albertinum, Lichthof | Vorverkauf: 8 Euro zzgl. Gebühr, Abendkasse: 12 Euro, 10 Euro ermäßigt