„Literatur Jetzt!“ – „Kunst!“ vom 4. bis zum 14. November 2017

Die Literatur erzählt uns Geschichten, die Bildende Kunst bedarf der Bilder. Oder ist es genau umgekehrt? Eine lange Geschichte und eine Verwandtschaft ersten Grades verbindet die beiden Schwesterkünste – und ihre Protagonisten. Besonders spannend wird es immer dann, wenn die Trennlinien zwischen den Genres verwischt oder gar nicht erst als solche empfunden werden. Genau solchen Grenzgängen zwischen Literatur und Kunst widmet sich in diesem Jahr „Literatur Jetzt!“, das Dresdner Festival zeitgenössischen Literatur, das vom 4. bis zum 14. November 2017 in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden stattfinden wird.

 

Zahllose Schriftsteller und Schriftstellerinnen ließen sich vom reichen Fundus der klassischen und der modernen Malerei anregen, schätzten und erprobten eine Unmittelbarkeit des Ausdrucks, eine Bildhaftigkeit, die im Schreiben schwer zu erreichen ist. Einige malten sogar selbst – wie der 2013 verstorbene Wolfgang Herrndorf. Als Schriftsteller dank „Tschick“ inzwischen ein Klassiker, ist er als bildender Künstler noch zu entdecken. Dresden ist dank „Literatur Jetzt!“ nach Stationen in Berlin, München und Stade der vierte Ort, an dem eine Auswahl seiner Gemälde, satirischen Zeichnungen und Skizzen zu sehen ist – und zwar zum vorerst letzten Mal. Herrndorfs literarisches Werk feiern wir gemeinsam mit der Ausnahmeschauspielerin Sandra Hüller („Requiem“, „Finsterworld“, „Toni Erdmann“), die Herrndorfs Fragment gebliebenen Roman „Bilder deiner großen Liebe“ mit Band-Unterstützung als fulminanten Monolog im Großen Saal des Schauspielhauses darbieten wird.

 

Der Künstlerroman zählt zu den traditionsreichsten Gattungen der Literatur. Viel zu selten jedoch wird er noch immer aus einer weiblichen Perspektive erzählt, wie in Theresia Enzensbergers Bauhaus-Roman „Blaupause“ – einem der meistdiskutierten Bücher des Herbstes. Die Frage, ob man Kunst und Leben in eins setzen kann, steht auch im Mittelpunkt von Jutta Voigts Buch „Stierblutjahre“ – einem zwischen Roman und Essay oszillierenden Porträt der Bohèmiens des Ostens, das von der Sehnsucht der (Lebens-)Künstlern in der DDR nach einem anderen Leben erzählt. Was Florian Illies als Essayist zu leisten vermag, wissen wir seit dem sensationellen Erfolg von „1913“. Sein neues Buch versammelt Texte zur Kunst und trägt den Titel „Gerade war der Himmel noch blau“. Den Hintergrund für die von Marcel Beyer moderierte Lesung wird eine Staffelei mit einem Original- Gemälde von Caspar David Friedrich bilden. Für unsere lyrische Reihe haben wir unter dem Titel „Bilder! Gedichte! Nacht der Poesie“ vier bildmächtige Dichterinnen und Dichter verschiedener Generationen eingeladen: Nancy Hünger, Anja Kampmann, Hans Thill und Klaus Merz. Und auch der historische Kunstort Dresden kommt zu seinem Recht: Ralf Günther liest aus seiner historischen Novelle „Die Badende von Moritzburg“, einer erzählerischen Auseinandersetzung mit der Geschichte der Dresdner Künstlergruppe „Die Brücke“.

 

Doch nicht nur die Literatur lässt sich immer wieder von der Kunst inspirieren, auch die Kunst entdeckt literarische Formen des Erzählens für sich – beispielsweise in Form des Comics. Mit Anna Haifisch haben wir eine der derzeit angesagtesten jungen Comickünstlerinnen zu Gast. „The Artist“ heißt ihre aktuelle Graphic Novel, die pointiert und witzig von den hochfliegenden Träumen und dem nagenden Selbstzweifel einer skurrilen Künstlerexistenz erzählt. Im besten Sinne „Old School“ sind dagegen die komischen Cartoonisten OL & Rattelschneck, die ihre Fans in Dresden erstmals mir einer Live-Dia-Show besuchen. Und die kleinen Fans des großen Kinderbuchs dürfen sich gemeinsam mit ihren Eltern auf den Besuch der Autorin und Illustratorin Nadia Budde freuen, die zu Lesung und Werkstatt einlädt.

 

Auch gesellschaftliche Fragen wie die oft prekären Lebensmodelle des Künstlers in der Gegenwart macht „Literatur Jetzt!“ zum Thema. So stellt der Kunstwissenschaftler und Publizist Wolfgang Ullrich in seiner Streitschrift „Siegerkunst“ die These zur Diskussion, die moderne Kunst diene vielfach wieder wie in feudalen Zeiten den Repräsentationsbedürfnissen der Reichen und Mächtigen. Über ihre ganz persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Kunst und Künstlern berichten die jungen Dichterinnen und Dichter Kaddi Cutz, Karsten Lampe, Christian Ritter, Malte Rosskopf und Leonie Warnke beim Poetry Slam sowie die fünf Stammautoren der alteingesessenen Dresdner Lesebühne Sax Royal, Michael Bittner, Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth, die bekannt dafür sind, auch ernste Themen mit Heiterkeit zu behandeln. Bei einer Ausgabe der multimedialen Performance-Reihe „Lyrik ist Happening“ der Musikerin Anne Munka verschmelzen Literatur und Kunst auch noch mit Musik.

 

Alle näheren Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie über die Seite Programm.

Literatur Jetzt! 2016 – „Wir müssen reden“ – ein Rückblick

Vom 6. bis zum 13. November 2016 fand zum achten Mal „Literatur Jetzt!“, das Festival zeitgenössischer Literatur in Dresden, statt. Zum ersten Mal veranstaltete nicht allein der Livelyrix e.V. das Literaturfest, Kooperationspartner war im Jahr 2016 das Deutsche Hygiene-Museum. Unter dem Motto „Wir müssen reden“ widmete sich das Festival dem Thema Sprache in allen seinen Facetten, passend zur Sonderausstellung „Sprache. Welt der Worte, Zeichen, Gesten“, die vom 24. September 2016 bis zum 20. August 2017 im Hygiene-Museum zu sehen ist. „Literatur Jetzt! 2016“ war so umfangreich, vielfältig und erfolgreich wie noch keine Ausgabe des Festivals zuvor: Über 20 Veranstaltungen mit mehr als 40 Autorinnen und Autoren zogen insgesamt etwa 2500 Besucher an. Möglich wurde dieser Erfolg durch die Förderung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank sowie durch weitere Förderer einzelner Veranstaltungen.

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Zur Eröffnung des Festivals am 6. November durfte „Literatur Jetzt!“ erstmals eine Trägerin des Literaturnobelpreises begrüßen: die Schriftstellerin Herta Müller. Etwa 500 Gäste erlebten den Auftakt des Literaturfestes. Direktor Klaus Vogel für das Deutsche Hygiene-Museum und der Dresdner Autor Volker Sielaff für das Team von „Literatur Jetzt!“ begrüßten das Publikum und dankten den Förderern des Festivals, bevor Herta Müller die Bühne betrat. Im Gespräch mit ihrem langjährigen Freund und Kollegen, den Schriftsteller und Übersetzer Ernest Wichner aus Berlin, berichtete Herta Müller über ihren „Worthunger“ und ihre „Rettung durch Sprache“. Dabei ging es besonders um ihre Kindheit im rumänischen Banat und ihr Leben in der Ceaucescu-Diktatur. Sodann las Herta Müller aus ihrem neuen Buch „Mein Vaterland ist ein Apfelkern“ und aus ihrem Bestseller „Atemschaukel“ einige Passagen. Zum Schluss stellte die Autorin noch einige ihrer Collage-Gedichte aus dem Band „Vater telefoniert mit den Fliegen“ vor. Diese wurden großflächig auf eine Leinwand projiziert, um das Publikum auch in den Genuss der visuellen Wirkung dieser Texte kommen zu lassen. Ein denkwürdiger und sehr intensiver Auftakt des Festivals.

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Am 9. November widmete sich das Festival dem Zusammenhang von Sprache und Macht mit einer Diskussion unter dem Titel „Wie viel Streit braucht die Demokratie?“ zwischen dem Schweizer Dramatiker, Romancier und Essayisten Lukas Bärfuss und Jürgen Kaube, dem Feuilleton-Chef und Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das Gespräch wurde moderiert durch Dagmar Ellerbrock, Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der TU Dresden mit Schwerpunkt Gewaltforschung. 250 Gäste verfolgten eine angenehm krawallfreie und sachliche Diskussion. Beide Gesprächspartner beklagten eine mangelhafte Diskussionskultur in der Gegenwart, in der es weniger um den Austausch von Argumenten als um die Verächtlichmachung und Ausgrenzung des Gegners gehe. Die Unehrlichkeit von verbalen Schaukämpfen und Propagandafeldzügen zeige sich in der Phrasenhaftigkeit und Verlogenheit der politischen Gegenwartssprache. Auf unterschiedliche Weise plädierten sowohl Lukas Bärfuss als auch Jürgen Kaube für eine Rückkehr zum offenen, aber auch respektvollen Streit.

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Am 10. November fand in der Scheune vor etwa 50 Gästen die traditionelle „Nacht der Lesebühnen“ statt, die von Anfang an zum Programm des Festivals gehört. Es lasen vier Autoren von verschiedenen Lesebühnen aus der ganzen Republik, die sich der komischen und satirischen Literatur verschrieben haben. Der zurzeit im Hamburg beheimatete Schriftsteller Anselm Neft widmete sich in seinen Geschichten auf humorvolle Weise den gesellschaftlichen Konflikten der Zeit. So sprengte etwa einer seiner Protagonisten eine rechte Demonstration erfolgreich durch den Aufruf zur körperlichen Liebe. Jacinta Nandi aus Berlin beschrieb in ihren Texten die Erlebnisse einer englischen Immigrantin in Deutschland und das anhaltende Befremden in der deutschen Gesellschaft. Humorvoll zeigte sich Christian Bartel aus Bonn, der unter anderem vom zerstörerischen Einfluss des Alkohols auf die Sprachfähigkeit erzählte. Der Liedermacher Elis aus Frankfurt am Main wiederum beschäftigte sich besonders mit der Sprachlosigkeit, in die Liebende allzuoft versetzt werden. Das erheiterte wie bewegte Publikum blieb anschließend noch lange zum Gespräch mit den Autoren am Büchertisch.

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Ebenfalls am 10. November fand im Deutschen Hygiene-Museum gleichzeitig der Deutsch-Arabische Lyriksalon statt, eine Veranstaltungsreihe von Gastgeber Fouad EL-Auwad, die im Rahmen von „Literatur Jetzt!“ erstmals in Dresden gastierte. Erfreulicherweise waren unter den etwa 70 Besuchern nicht nur deutsche Freunde der Poesie, sondern auch zahlreiche arabische Gäste, unter ihnen auch geflüchtete Menschen. Auch bei den Autoren war die Lesung eine Begegnung der Kulturen: Zu hören waren zwei deutsche (Kerstin Becker, Joachim Sartorius) und zwei arabische (Mohamad Alaaedin Abdul Moula, Fouad EL-Auwad) lyrische Stimmen. Begleitet wurden sie von dem Musiker Thabet Azzawi an der Oud.

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Der 11. November begann im Deutschen Hygiene-Museum mit dem aktuellen Dresdner Stadtschreiber Peter Wawarzinek, der Notizen aus seiner Arbeitsmappe las. Vor etwa 70 interessierten Gästen ließ er seiner Leidenschaft fürs Erzählen die Zügel schießen, berichtete von den Eindrücken, die er in Dresden gewonnen hatte, und beanwortete Fragen der Journalistin Karin Großmann von der Sächsischen Zeitung.

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Bei der folgenden Veranstaltung stand der Dresdner Schriftsteller Marcel Beyer im Mittelpunkt, nicht nur ein soeben mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichneter Autor, sondern auch ein langjähriger Freund und Förderer des Festivals „Literatur Jetzt!“. Seine Rede „Es kommt ein A“ beschäftigte sich mit den Wechselverhältnissen von Klang- und Zeichenhaftigkeit sowie von Logik und Zufälligkeit, welche die Sprache auszeichnen. Durch die Mitwirkung der Gruppe AUDITIVVOKAL DRESDEN nach einer Komposition von Manos Tsangaris wurde die Rede zum Sprech- und Gesangsstück erweitert, Inhalt und Form miteinander in Resonanz gesetzt.

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Mit etwa 500 Gästen zählte der Poetry Slam zu den erfolgreichsten Veranstaltungen des Festivals. Moderator Michael Bittner begrüße vier Autorinnen und Autoren mit unterschiedlichen Stilen zum modernen Dichterwettstreit. Da war zunächst Bas Böttcher, einer der erfahrensten Slam-Poeten der Republik, der mit seinen sprachspielerischen und gekonnt vorgetragenen Gedichten unmittelbar Bezug auf das Thema des Festivals nahm. Die junge Berliner Autorin Zoe Hagen berichtete in ihren Geschichten auf zugleich witzige und anrührende Weise von ihren Erfahrungen als Afrodeutsche. Der Autor Kaleb Erdmann aus Frankfurt am Main widmete sich in seinen satirischen Texten den sprachlichen Heucheleien der gegenwärtigen Gesellschaft. Die Poetin Franziska Holzheimer aus Wien schließlich machte in ihren Gedichten die Freuden und Qualen der Liebe durch Sprache erfahrbar. Zum Gewinner wählte das Publikum am Ende dann per Applaus: Kaleb Erdmann.

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Am 12. November bespielte das Festival vom Nachmittag an bis in die Nacht hinein das ganze Hygiene-Museum mit verschiedensten Veranstaltungen und verwandelte es so in einen Ort der Begegnung zwischen Autoren und Lesern verschiedenster Art, die sich in der Festival-Lounge im Foyer des Museums begegneten und ganz am Ende des Tages noch den DJ-Set von uncanny valley soundsystem lauschten.

Im Dialog-Salon unter dem Titel „Zur Sprachähnlichkeit von Musik“, einer Veranstaltung in Kooperation mit dem KlangNetz Dresden, unterhielten sich der Schriftsteller Marcel Beyer, Manos Tsangaris, Komponist und Professor für Komposition an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden sowie Martin Rohrmeier, Professor für Systematische Musikwissenschaft mit Schwerpunkt Musikkognition an der TU Dresden. Das Gespräch moderierte Prof. Dr. Alice Staskowa, Professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Den musikalischen Part übernahmen Carl Thiemt (Countertenor) und Hans-Ludwig Raatz (Cellist). Etwa 120 Gästen lauschten dem anspruchsvollen Gespräch über das Verhältnis von musikalischer und wörtlicher Sprache.

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Im Hörsaal des Museums präsentierte vor etwa 70 Gästen der Übersetzer Frank Günther seine Lecture-Performance „Abenteuerliche Reise in Shakespeares Sprachwunderwelten“. Günther, der als erster Deutscher sämtliche Dramen Shakespeares übersetzt hat, machte die Zuhörer auf humorvolle Weise mit den Freuden und Mühen des Übersetzerhandwerks vertraut. Besonders führte er anschaulich vor Augen, wie lange Shakespeares erotische Sprache von prüden Übersetzern den deutschen Lesern vorenthalten wurde.

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Im Kleinen Saal des Museums sprach vor etwa 30 Gästen der bekannte Literaturkritiker und Publizist Michael Braun über Hugo Ball, Avantgarde und Katholizismus. Seine These: Wer in dem Dadaisten Ball nur einen Provokateur der Avantgarde sieht, nicht aber den religiösen Mystiker, der seiner katholischen Prägung immer verhaftet blieb, irrt. Im Gespräch mit Volker Sielaff wurde Braun zudem als Herausgeber des alljährlich erscheinenden „Lyrik-Taschenkalenders“ vorgestellt.

„Museum der Poesie“ hieß das vielleicht innovativste Format des diesjährigen Festivals. Drei Dichter – Els Moors aus Belgien mit ihrer deutschen „Stimme“ Undine Materni, José F. A. Oliver aus Hausach und Ulrike Feibig aus Leipzig – trugen inmitten der Ausstellung „Sprache“ des Deutschen Hygiene-Museums auf performative Art ihre Gedichte vor, begleitet von dem Saxophonisten Mark Weschenfelder, der die etwa 50 Besucher in der Art eines „Stationendramas“ durch die Ausstellung und zu den einzelnen Leseorten der Dichter führte. Poesie im Spannungsfeld von minimalistischer Gestik (Feibig), leidenschaftlichem Gesang (Oliver) und zweisprachiger Lesung (Moors und Materni). Am Nachmittag bereits hatten die drei Lyriker, zusammen mit dem Dresdner Schriftsteller Volker Sielaff und moderiert von Michael Braun, vor zahlreichen interessierten Lesern in der Galerie im Zwischengeschoss ihre Lieblingsbücher zur Lektüre empfohlen. Eine entspannte, inspirierende Runde unter dem Titel „Bücher, die (mir) die Welt bedeuten“, die zum Lesen oder Wiederlesen der Bücher von Heinrich Heine (Els Moors), Ilija Trojanow (Oliver), Helga M. Novak (Feibig) und Olav H. Hauge (Sielaff) anregen wollte.

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Die Verbindung von literarischem und philosophischen Schreiben suchte das Festival im Format des Theorie-Slams am Samstagabend, bei dem die Publikation „Absolute Gegenwart“ aus dem Merve Verlag von vier Autorinnen und Autoren des Bandes (Jeanne Bindernagel, Marcus Quent, Stefan Heidenreich und Michael Hirsch) vorgestellt und deren Analysen mit dem Publikum diskutiert wurden. Trotz später Stunde kam in der Empfangshalle des Museums ein theorieaffines Publikum zusammen, um bei einem Glas Wein über die Möglichkeiten zu sprechen, in der aktuellen politischen Situation neue ökonomische, politische und künstlerische Zukunftsentwürfe unserer Gesellschaft zu entwickeln.

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Am 13. November endete das Festival im Deutschen Hygiene-Museum mit einem Familientag unter dem Motto „Sonntagsgeschichten“, der ein vielfältiges Programm besonders für Kinder und Jugendliche bot: kostenlose Führungen, Spiele, zwei Poetry-Slam-Workshops mit dem Poeten Bas Böttcher, das Tanztheaterstück „Kathy im Wunderland“ von Katja Erfurth sowie die Lesung von Annika Reich aus ihrem Kinderbuch „Lotto, macht was sie will“. Auch an Erwachsene richtete sich darüber hinaus die Lesung von Bov Bjerg, der nicht nur aus seinem Erfolgsroman „Auerhaus“ las, sondern auch seinen neuen Geschichtenband „Die Modernisierung meiner Mutter“ vorstellte.

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Zum Abschluss des Festivals las sodann am 13. November der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Hanns-Josef Ortheil vor mehr als 200 Zuhörern im Deutschen Hygiene-Museum einige Passagen aus seinem Roman „Der Stift und das Papier“, in dem es darum geht, wie der Autor, begleitet von Vater und Mutter, sich das Schreiben beibrachte. Es ist die Geschichte eines Jungen, der lange Zeit nicht sprach und der deshalb seinen eigenen Weg zur Sprache finden musste – eine Fortsetzung von Ortheils autobiographisch inspiriertem Roman „Die Erfindung des Lebens“. Ein passenderer Abschluss für ein Festival, das sich ganz der Sprache widmete, hätte sich schwerlich finden lassen. Wir freuen uns auf die nächste Ausgabe im Jahr 2017!

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Rückblick auf das Festival „Literatur Jetzt!“ im Jahr 2015

„Neue Welten“ lautete das Motto, unter dem vom 15. bis zum 20. September 2015 zum 7. Mal „Literatur Jetzt!“, das „Festival zeitgenössischer Literatur“ in Dresden stattfand. Es widmete sich in diesem Jahr jenen Autorinnen und Autoren, die über den Tellerrand von Heimat und Gegenwart blicken – in kommende Zeiten, utopische Welten oder zu entdeckende Regionen der Erde. Über 20 Künstler waren an den 8 Lesungen des Festivals beteiligt, die im Lipsius-Bau, dem Deutschen Hygiene-Museum, der scheune, dem Zentralwerk und dem Kunsthaus Dresden stattfanden. Über 900 Zuschauer besuchten insgesamt die Veranstaltungen. Noch nie war alle Lesungen gleichmäßig so gut besucht, noch nie das Festival in der Presse so präsent, sodass man ohne Weiteres von der bislang erfolgreichsten Ausgabe des Festivals „Literatur Jetzt!“ sprechen kann.

 

Organisiert wurde das Literaturfest wieder vom livelyriX e.V. in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern. Förderer waren erneut die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank. Die Programmgestaltung und Organisation lag in den Händen von Michael Bittner (Autor), Leif Greinus (Verlag Voland & Quist), Ludwig Henne (Kulturmanager), Helge Pfannenschmidt (Verlag edition AZUR) und Volker Sielaff (Autor). Die Pressearbeit übernahm Juliane Hanka. Der Festivalfotograf war Peter R. Fischer. Als Praktikantin wirkte Svenja Macht mit.

 

Das Festival wurde eröffnet am 15. September in der Kunsthalle im Lipsius-Bau der Staatlichen Kunstsammlungen durch eine Lesung von Nino Haratischwili, die ihren Roman „Das achte Leben (Für Brilka)“ präsentierte. Mit knapp 100 Zuschauern war die Lesung restlos ausverkauft. Moderiert wurde der Abend von Sonja Vandenrath, im Hauptberuf als Literaturbeauftragte der Stadt Frankfurt tätig. Im Gespräch mit der Autorin fragte sie u.a. nach persönlichen Hintergründen und Motiven für die Entstehung des Romans sowie nach dem Verhältnis von Fiktion, Geschichte und Realität. Haratischwili las danach eine Passage aus ihrem Buch, in der eine der Heldinnen auf den russischen Geheimdienstchef Lawrenti Beria trifft, der im Roman als „Kleiner Großer Mann“auftritt. Am Ende der knapp zweistündigen Lesung wurde die Fragerunde zum Publikum hin geöffnet, und es gab für die zahlreichen Leser und Leserinnen die Möglichkeit, sich den Roman von der Autorin signieren zu lassen. Ein gelungener Auftakt des Festivals an einem besonders schönen Ort.

 

Am 16. September fanden gleich zwei Veranstaltungen statt: In der mit weit über 200 Fans gefüllten scheune las der weltbekannte DJ Westbam aus seinem autobiografischen Buch „Die Macht der Nacht“, in dem er sein Leben seit den Anfängen von Techno und House in Deutschland in den 1980er Jahren bis heute beschreibt. Westbam erzählt die Geschichte von einer schlecht gemischten Mixkassette, die er für die erste Love Parade produzierte und die eher wenig gut bei den rund 80 Ravern ankam und von einem Rotterdamer Club, in dem er und sein Bruder von der DJ-Kanzel geführt werden mussten, da der Drogenrausch außer Kontrolle geriet. Auch eine skurrile Geschichte aus Dresden mit einem Hausschwein im Club war dabei. Dazwischen immer wieder Gedanken über die Idee von Techno und das Ziel, eine andere Gesellschaft mit Beats und Hi-Hats zu schaffen – ob dies gelungen ist, ließ Westbam offen. Nicht nur für Techno-Fans war die Abend unterhaltsam, auch weil Westbam ein klug und differenziert beschreibender Zeitzeuge der Clubkultur der letzten drei Jahrzehnte ist.

 

Derweil stellte ebenfalls am 16. September im mit weit mehr als 100 Gästen restlos ausverkauften Vorlesungssaal im Deutschen Hygiene-Museum Iris Radisch ihre Biografie „Camus. Das Ideal der Einfachheit“ dar. Die Autorin riss mit ihrer Begeisterung für den französischen Philosophen und Schriftsteller das Publikum mit, verschwieg aber auch nicht die problematischen Seiten seines Werkes, etwa sein gestörtes Verhältnis zu Frauen. Besonderes Augenmerk legte Iris Radisch in ihrer Diskussion mit dem Moderator, dem Dresdner Schriftsteller Marcel Beyer, auf den Zwiespalt zwischen ärmlicher Herkunft und intellektuellem Erfolg bei Camus. Das „mittelmeerische Denken“ der Einfachheit zeigte sich als lebenslange Vision des Autors, aber auch als Denkanstoß für eine alternative Ökonomie in der Gegenwart.

 

Am 17. September lud das Festival zur „Nacht der Lesebühnen“ wie in jedem Jahr Vertreter der komischen und satirischen Literatur ein. Vor etwa 150 begeisterten Zuschauern in der scheune lasen vier Vertreter verschiedener deutscher Lesebühnen. Paul Bokowski führte das Publikum mit auf abenteuerliche Reisen mit seinen Eltern. Volker Strübing widmete sich unter anderem dem Wandel unseres Lebens durch die moderne Technik. Kirsten Fuchs las neben anderen Geschichten auch einen Auszug aus ihrem aktuellen Roman „Mädchenmeute“, der Mädchen in ein geheimnisvolles Land namens Erzgebirge führt. Roman Israel ließ in seinen Geschichten mit groteskem Humor kulturelle Welten kollidieren, so etwa eine ostdeutsche Provinzfamilie mit chinesischer Küche und den tschechischen Nachbarn.

 

Am 18. September war erstmals das Zentralwerk Ort des Geschehens, ein höchst interessanter Ort in Pieschen, wo gerade eine ehemalige Fabrik in genossenschaftlicher Arbeit zum Platz für Kultur und Wohnen umgebaut wird. Der historische Ballsaal bot einen hervorragenden Raum für die lyrisch-musikalische Performance unter dem Titel „Lyrik ist Happening“, die von der Erfinderin dieses Poetry Jams, der Musikerin Anne Munka, dirigiert wurde. Gemeinsam mit weiteren Musikern gestalteten das Programm der Dichter Andre Rudolph mit Texten aus seinem Band „Blicktot, Nixe (Klaffende Tags)“ sowie die Poetin Rike Scheffler, die nicht nur las, sondern auch selbst musikalische „Looppoems“ präsentierte. Im Zusammenspiel von Dichtung und Musik an so ungewöhnlichem Ort ergaben sich wahrlich magische Augenblicke, welche die über 50 Zuhörer ganz in ihren Bann zogen.

 

Am 19. September fanden, wiederum im Zentralwerk, gleich zwei Lesungen statt, die zusammen über 100 Gäste anlockten. Zunächst las die Leipziger Autorin und Übersetzerin Heike Geißler aus ihrem viel diskutierten Buch „Saisonarbeit“, in dem sie auf sehr persönliche, zugleich literarisch anspruchsvolle Weise von ihrer Beschäftigung bei Amazon erzählte. Im Gespräch mit Moderator Helge Pfannenschmidt plädierte sie für das Recht auf „Empfindlichkeit“, gegen ein fatalistisches Kapitulieren vor dem Stumpfsinn und der Entsolidarisierung in der modernen Arbeitswelt. Die zweite Lesung des Abends bestritt Anke Stelling mit ihrem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman „Bodentiefe Fenster“. Erkennbar gespeist durch eigene Erfahrungen berichtete Anke Stelling von dem Leben in einem Gemeinschaftswohnprojekt mit seinen ermüdenden Diskussionsritualen, seiner Konfliktscheu und Verlogenheit. Moderator Matthias Teiting fragte im Gespräch besonders nach dem persönlichen Konflikt der Autorin, die zugleich Bewohnerin und literarische Analytikerin eines solchen Wohnprojekts ist.

 

Das Festival endete am 20. September auf abenteuerliche Weise im Kunsthaus Dresden. Der Philosoph Helge Meves stellte sein Buch „Libertalia. Die utopische Piratenrepublik“ vor, in dem er erstmals in deutscher Sprache die Geschichte dieser demokratischen Seeräuberrepublik zugänglich machte, die Daniel Defoe zugeschrieben wird. Helge Meves las wichtige Passagen aus dem Buch, erzählte aber auch anschauliche Anekdoten aus dem Leben der Piraten des 17. und 18. Jahrhunderts. Mit dem Moderator Michael Bittner und dem Publikum diskutierte der Autor über die utopische Qualität des Berichtes und die ökonomischen und politischen Hintergründe der Piraterie. Dabei eröffneten sich zugleich Durchblicke auf die nicht minder durch Menschenhandel, Krieg und rücksichtslose Handelspolitik bestimmte Gegenwart. Zugleich wurde aber auch die kritische Kraft utopischen Denkens und Schreibens erkennbar, womit das Motto des diesjährigen Festivals einmal mehr mit Leben erfüllt wurde.

Rückblick: „Literatur Jetzt“ 2014

Zum sechsten Mal fand vom 11. bis 21. September 2014 „Literatur Jetzt!“, das „Dresdner Festival zeitgenössischer Literatur“ statt. In diesem Jahr widmete es sich dem ebenso aktuellen wie zeitlosen Thema „Zorn“. Mehr als 1000 Zuschauer besuchten die acht Veranstaltungen des Festivals, an dem fast 30 zeitgenössische Autoren, Musiker und Künstler mitwirkten. Organisiert wurde das Literaturfest wieder vom livelyriX e.V. in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern. Förderer waren erneut die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank. Die Programmgestaltung und Organisation lag in den Händen von Michael Bittner (Autor), Leif Greinus (Verlag Voland & Quist), Ludwig Henne (Kulturmanager), Helge Pfannenschmidt (Verlag edition AZUR) und Volker Sielaff (Autor).

Vom 11. bis zum 20. September war im Rahmen des Festivals „Literatur Jetzt!“ in der Neustädter Markthalle die Graphic-Novel-Ausstellung „KafKa in KomiKs“ zu sehen. In der Ausstellung wurden die künstlerischen Auseinandersetzungen von Robert Crumb, Chantal Montellier sowie von Jaromir 99 mit Franz Kafka präsentiert. Kuratiert wurde die Schau von dem Hörspiel- und Graphic-Novel-Autor David Zane Mairowitz, für Design und Produktion waren die Grafikagentur Gold & Wirtschaftswunder bzw. das Literaturhaus Stuttgart verantwortlich. Die Ausstellung machte das Zusammenschmelzen von Realität, Visionen und Alpträumen in Kafkas Werk plastisch erlebbar und zeigte Kafkas Suizidgedanken wie seine auf sich selbst bezogene Wut. Damit behandelte die Ausstellung eine Facette des diesjährigen Themas des Literaturfestivals: den Zorn. Zur Eröffnung führte der Schriftsteller Jaroslav Rudis in die Ausstellung ein. Außerdem spielten Jaromir 99 und seine Kafka-Band einige Songs unplugged. Nach der bereits gut besuchten Eröffnung sahen in nur einer Woche fast 500 Menschen die Ausstellung, darunter auch mehrere Schulklassen.

Am 16. September waren beim Festival „Literatur Jetzt!“ in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum die Berliner Autorin Katja Lange-Müller und der schwedische Schriftsteller griechisch-österreichischer Abstammung Aris Fioretos zu Gast. Vor etwa 50 Gästen unterhielten sie sich über Muttersprachen und den „ausländischen Vater“. Katja Lange-Müller stellte einen Auszug aus einem in Arbeit befindlichen neuen Roman unter dem Titel „Drehtür“ vor, in dem es um eine nach Jahrzehnten aus Nicaragua zurückkehrende Krankenschwester geht, für die ihr Herkunftsland fremder (geworden) ist als das Land, in dem sie lange als „Aufbauhelferin“ tätig war. Aris Fioretos las aus seinem Roman „Die halbe Sonne“, der, aus der Perspektive des Sohnes, das Bild eines Vaters rückwärts von dessen Tod bis zur Geburt des Sohnes erzählt. Der Dresdner Schriftsteller Marcel Beyer, der für den erkrankten Moderator Prof. Walter Schmitz spontan eingesprungen war, moderierte den hochinteressanten Abend.

Am 17. September veranstaltete „Literatur Jetzt!“ im Jazzclub Tonne die traditionelle Lyriknacht vor etwa 50 Gästen. Der Berliner Dichter Tom Schulz eröffnete den Abend, er las Gedichte aus allen Phasen seines Schaffens und allen Bänden seines Werkes, so auch dem zuletzt erschienenen Buch „Innere Musik“. Im zweiten Programmteil ergänzten sich die beiden auch privat befreundeten Leipziger Thomas Kunst und Fabian Schütze aka Me and Oceans. Thomas Kunst las Gedichte aus seinem aktuellen Band „Die Arbeiterin auf dem Eis“ sowie unveröffentlichte Prosatexte. Me and Oceans begeisterte das Publikum mit Liedern, in denen elektronische Klänge, ausdrucksvoller Gesang und poetische Texte eine reizvolle Mischung eingingen.

Am 18. September fand die traditionelle „Nacht der Lesebühnen“ mit Autoren aus dem Bereich der satirischen und komischen Literatur vor etwa 70 Zuschauern in der scheune statt. Passend zum Thema des diesjährigen Festivals widmeten sich die Lesebühnenautoren vorwiegend dem Zorn. Ahne von der „Reformbühne Heim & Welt“ aus Berlin ließ in einem seiner beliebten „Zwiegespräche mit Gott“ seiner Wut über allgegenwärtige Verschwörungen freien Lauf. Die Leipziger Poetin Linn Penelope Micklitz hingegen verweigerte sich in ihren bildhaften Texten über das Familienleben dem Zorn und spürte eher psychsischen Verwerfungen nach. Der Oberlausitzer Autor Udo Tiffert pflegte in seinen Texten durchaus den stillen Zorn und ging beispielsweise mit der Unberechenbarkeit der Frauen ins Gericht. Heiko Werning von der Berliner Lesebühne „Brauseboys“ schließlich richtete in seinen Satiren wütende Attacken gegen Beamte, Boulevardschwätzer und deutsche Kegelfreunde, dabei mit stilvollem Witz stets ins Schwarze treffend.

Am 19. September war der ukrainischische Dichter, Romancier und Essayist Juri Andruchowytsch zu Gast beim „Literatur Jetzt!“ Etwa 100 Gäste verfolgten die hochinteressante Veranstaltung im Kleinen Haus. Moderator Thomas Geiger stellte den Autor zunächst vor, danach las Juri Andruchowytsch einige seiner Gedichte aus verschiedenen Schaffensphasen. Das Gespräch wandte sich dann der aktuellen Lage in der Ukraine zu. Juri Andruchowytsch las seinen Beitrag zu dem Band „Euromaidan“, in dem er in persönlicher Weise die entscheidenden Ereignisse der zurückliegenden Revolution schilderte. Im Gespräch mit Thomas Geiger ging es schließlich auch um die Hintergründe des Geschehens und den Mangel an europäischer Solidarität. Ein humorvoller und zugleich berührender, poetischer wie politischer Abend.

Am 20. September stellte Selma Wels zusammen mit ihrem Mann Kai Wels den in ihrem Verlag binooki erschienenen Band „Gezi. Eine literarische Anthologie“ im Jazzclub Tonne vor. In einer Lesung wurde das vielstimmige Buch, in dem verschiedenste Stimmen der türkischen Protestbewegung vereinigt sind, für das Publikum lebendig. Als Kenner der politischen Lage in der Türkei beantworteten die beiden auch Fragen des Publikums zur aktuellen Lage und den Beweggründen der Demonstranten in Istanbul. Das im Anschluss geplante Konzert von BaBa ZuLa musste wegen einer Absage der Band leider entfallen, dafür legten die Dresdner DJs Ehud Goldstein und Said sur la Place nach der Lesung noch tanzbare Musik auf.

Der 21. September begann mit dem „Literarischen Frühschoppen“ im Alten Wettbüro, wo der Autor Jörg Albrecht seinen Roman „Anarchie in Ruhrstadt“ (Wallstein) vorstellte. Das Buch ist eine wilde und komische Zukunftsvision über ein zur Riesenstadt vereinigtes Ruhrgebiet, in dem die Vertreter der Kreativwirtschaft die Herrschaft an sich gerissen haben. Dem experimentellen Ton des Romans entsprach seine Vorstellung: Jörg Albrecht las nicht nur mehrstimmig und ausdrucksvoll, sondern kombinierte den Text auch noch mit filmischen und musikalischen Elementen. Für die etwa 30 Gäste stand neben der Dichtung auch ein reichhaltiges Buffet bereit.

Am 21. September endete abends das Festival „Literatur Jetzt“ des Jahres 2014 mit der Lesung von Harald Martenstein. Der beliebte Kolumnist von „Zeit“ und „Tagesspiegel“ las eine Auswahl seiner Kolumnen, die ebenso oft Zorn zum Ausdruck bringen wie bei manchen Lesern auslösen. Die etwa 200 Gäste in der Schauburg reagierten hingegen erwartungsgemäß begeistert auf die heiteren Alltagsbeobachtungen und polemischen Attacken auf mediale Hysterien und politische Blockaden.

„Literatur Jetzt!“ 2013: Ein Resümee

Zum fünften Mal fand vom 17. bis 22. September 2013 „Literatur Jetzt!“, das Dresdner „Festival zeitgenössischer Literatur“ statt. Es wurde wieder vom livelyriX e.V. in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern organisiert und von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank gefördert. Insgesamt etwa 800 Zuschauer besuchten die sieben Veranstaltungen des Festivals, an dem fast 30 zeitgenössische Autoren mitwirkten. Die Programmgestaltung und Organisation lag wieder in den Händen von Leif Greinus (Verlag Voland & Quist), Helge Pfannenschmidt (edition AZUR), Volker Sielaff (Autor) und Michael Bittner (Autor). Die sechste Ausgabe von „Literatur Jetzt!“ wird vom 16. bis 21. September 2014 stattfinden.

Passend zum diesjährigen Motto „Leben im Überfluss“ wurde das Festival am Dienstag (17.09.) mit einer Diskussion zwischen dem Wachstumskritiker Niko Paech und dem liberalen Philosophen Sascha Tamm in der Schauburg eröffnet. In einem kurzen Vortrag vertrat Niko Paech die These, dass die Grenzen des Wachstums auch durch sogenannte grüne Technologien nicht überwindbar seien. Nur eine tatsächliche Reduktion von Produktion und Arbeitszeit könne Probleme wie den Ressourcenschwund und den Klimawandel lösen. Eine entschleunigte Gesellschaft jenseits des Konsumzwangs fördere gleichzeitig auch das Glück und die psychsische Gesundheit der Menschen. Sascha Tamm entgegnete mit dem Hinweis auf die Gefahren von Ideologien der Menschheitsbeglückung und betonte den Wert der individuellen Freiheit, den eigenen Lebensstil selbst bestimmen zu können. Eine interessante Debatte um Freiheit und Verantwortung entspann sich, Moderator Jörg Stübing streute Zweifel auf beiden Seiten und auch einige der über 150 Zuhörer meldeten sich zu Wort.

Am Mittwoch (18.09.) präsentierte sich in der inzwischen schon traditionellen Reihe „Nacht der Lesebühnen“ die komische und satirische Literatur in der Groove Station. Drei Autoren und eine Autorin von verschiedenen Lesebühnen fochten den Kampf zwischen Hedonismus und Nachhaltigkeit mit literarischen Mitteln aus. Etwa 70 Gäste waren dabei. Sebastian Lehmann entführte die Zuhörer in die postironische Welt der großstädtischen Bohème. Dan Richter bekannte sich in seinen Geschichten als „Besserossi“, notorischer Selbstverletzer und Freund der eigenmächtigen Enteignung anderer. Anke Fuchs spürte in ihren poetischen Texten der Lust am Abgrund nach und berichtete davon, dass selbst eine Nacht an der Küste die Jugend nicht zurückbringt. Und Konrad Endler begeisterte mit literarischem Anarchismus und versetzte sich musikalisch in ein Insekt und in die Südsee.

Am Donnerstag (19.09.) folgte ein Abend der Poesie mit drei lyrischen Stimmen unter dem Titel „Danke für die Notbeleuchtung der Sterne morgens“ im Stadtmuseum Dresden vor über 50 Zuhörern. Elke Erb las aus ihrem neuen Band „Das Hündle kam weiter auf drein“, der aus Anlass der Verleihung des Ernst-Jandl-Preises an sie in der Reihe roughbooks von Urs Engeler herausgegeben wurde. Brigitte Struzyk stellte ihren neuen Gedichtband „Alles offen“ vor (fixpoetry Verlag) und Ulrich Koch las aus „Uhren zogen mich auf“ (Verlag poetenladen, Leipzig) sowie noch unveröffentlichte Gedichte. Die Moderatorin des Abends, die Dresdner Autorin Undine Materni, stellte dabei alle drei Autoren auf sehr persönliche Weise dem Publikum vor.

Am Freitag (20.09.) feierte der livelyriX Poetry Slam vor über 300 Zuschauern in der fast ausverkauften scheune seinen 10. Geburtstag. Die Poetinnen und Poeten Julius Fischer, Wehwalt Koslovsky, Xochil A. Schütz, Micha Ebeling, Mareike Schneider und Max Rademann präsentierten Gedichte und Geschichten aus den letzten Jahren, aber auch eigens für den Abend verfasste Jubiläumstexte. Auch die Moderatoren des Dichterwettstreits, Michael Bittner und Stefan Seyfarth, ließen es sich diesmal nicht nehmen, sich zugleich als Autoren auf der Bühne zu präsentieren. Diverse Anekdoten und eine fotografische „Wall of Fame“ gaben den Zuschauern zudem ein Bild von der Geschichte des ersten regelmäßigen Dresdner Poetry Slams. Am Ende gab es ausnahmsweise nicht nur einen, sondern gleich acht Sieger des Abends.

Am Sonnabend (21.09.) präsentierte der Herausgeber Chris Hirte gemeinsam mit dem Schauspieler Thomas Loibl seine Ausgabe der Tagebücher des Anarchisten, Lebenskünstlers und Dichters Erich Mühsam in der Schauburg. Chris Hirte stellte nicht nur die Biografie Mühsams vor, sondern erläuerte auch die komplizierte Geschichte des Nachlasses und den mühevollen, aber letztlich erfolgreichen Weg seiner Edition. Thomas Loibl las zugleich ausdrucksstark und subtil aus den Tagebüchern, in denen Mühsam sich als Chronist der Bohème, aber auch als kritischer Zeitanalytiker zeigt. Am Ende war allen Zuhörern klar: Diese Tagebücher zählen zu den großen Werken der deutschen Literatur.

Am Sonntag (22.09.) erlebte eine ganz neuartige Veranstaltung in Dresden ihre Premiere – passend zum Thema des Festivals „Leben im Überfluss“: Die Frühschoppen-Lesung, erfunden von der Leipziger Galerie ARTAe und dem Berliner Künstler, Musiker, Schriftsteller, Philosophen und Universalhumoristen Thomas Kapielski. Zweiter literarischer Gast war dabei Jürgen Roth, der Autor des Standardwerkes „Die Poesie des Bieres“. Thomas Kapielski las Miniaturen aus seinem Band „Ortskunde“, Jürgen Roth kämpfte in seinen Geschichten gegen alle Feinde des Genusses, insbesondere des Bieres. Mit solchem vergnügten sich auch die etwa 50 Gäste während und nach der höchst amüsanten Lesung. Am Sonntagabend endete das Festival „Literatur Jetzt!“ 2013 schließlich mit dem Film „Michael Hamburger. Ein englischer Dichter aus Deutschland“ im Kino Thalia. Der Film zeigte den Dichter auch als passionierten Gärtner, Regisseur Frank Wierke gab Auskunft zur Entstehung seines Werks.

Donnerstag: „Drei Dichter“ mit Elke Erb, Brigitte Struzyk und Ulrich Koch

Einen Abend der Poesie mit drei lyrischen Stimmen der Gegenwart präsentiert das Festival “Literatur Jetzt!” am Donnerstag (19.9.) unter dem Titel “Danke für die Notbeleuchtung der Sterne morgens” in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden und dem Literaturforum Dresden. Knapp zehn Jahre liegen zwischen jedem dieser drei Lyriker. Elke Erb wurde 1938 in der Eifel geboren. Alles, was nicht von vornherein zugänglich ist, sondern erst erarbeitet werden oder man sich rauben muss, errege ihre Aufmerksamkeit, sagte der Schriftsteller Anton Thuswaldner in einer Laudatio auf die Dichterin. Man kann ihr beim Denken zusehen, schreibend, so sind ihre Gedichte. Brigitte Struzyk ist Jahrgang 1946, in Thüringen geboren. Auch ihre Poesie ist alles andere als irgend verschlossen: “Die Unschuld der Wörter / stelle ich über deren Verwaltung”, schreibt Struzyk, was für ein Programm! Jahrgang 1966 der Dritte im Bunde. Ulrich Koch, in Winsen an der Luhe geboren, liebt die Heteronyme, seine Dichtung fasert aus. Koch ist der Sänger der entvölkerten Vorstadt, der menschenleeren Provinz, die ihre Würde durch ein Gedicht erhält, schrieb “Die Zeit”. Drei Dichter – drei Suchbewegungen in die Wirklichkeit.

“Danke für die Notbeleuchtung der Sterne morgens” – Drei Dichter: Ein Abend mit Elke Erb, Brigitte Struzyk und Ulrich Koch | 19.09. | Donnerstag | 20 Uhr | Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie) | Vorverkauf: 5 Euro (zzgl. Gebühr), Abendkasse: 5 Euro ermäßigt / 7 Euro

Festival „Literatur Jetzt!“ 2012 endete am Sonntag – ein Resümee

Am Sonntag, den 21. Oktober, endete mit der Vorführung des Films „Das Schreiben und das Schweigen“ über die Schriftstellerin Friederike Mayröcker im Kino Thalia das vierte Dresdner „Festival zeitgenössischer Literatur“ unter dem Titel „Literatur Jetzt!“. Seit dem 17. Oktober konnte das Festival bei sieben Veranstaltungen mit knapp 30 beteiligten Autoren, Verlegern und anderen Künstlern über 800 Zuschauer begrüßen. Damit gelang es „Literatur Jetzt!“, noch einmal 60 % mehr Gäste als im Vorjahr anzulocken. Auch das Ziel, verschiedenste Gruppen gemeinsam anzusprechen, gelang: Zu den Lesungen an so verschiedenen Orten wie der scheune, der Groove Station, der Galerie geh8, dem Kino Thalia und dem Deutschen Hygiene-Museum strömten Schüler und Studenten ebenso wie älteres Publikum, Literaturkenner ebenso wie Neugierige.

Am 17. Oktober hatte die „Nacht der Lesebühnen“ in der Groove Station das Festival eröffnet: Knapp 100 Gäste hörten Texte von vier Protagonisten der satirischen Literatur: Uli Hannemann las komische Miniaturen über das Leben in Berlin, Jacinta Nandi präsentierte ganz eigene Thesen zum Feminismus, Maik Martschinkowsky beeindruckte mit kunstvollen Beiträgen zur Systemkritik und Max Rademann entführte die Zuhörer in den Kulturraum Erzgebirge. Gleichzeitig präsentierte im Kino Thalia beim „Voland & Quist Literatursalon“ der tschechische Autor Jaroslav Rudiš seine Graphic Novel „Alois Nebel“ – nicht einfach mit einer Lesung, sondern einem multimedialen Making-Of von Buch und 2011 entstandenem Film, den die Gäste im Anschluss ebenfalls sehen konnten.

Am 18. Oktober strömten etwa 200 Zuschauer in die scheune zum „LivelyriX Poetry! Poetry Slam“. Bei der Spezialausgabe des beliebten Dichterwettbewerbs stand diesmal die Poesie im Mittelpunkt. Neben den Autoren Julian Heun, Daniel Hoth, Dalibor Markovic, Stefan Seyfarth und Svenja Gräfen begeisterte auch der Berliner Liedermacher Jan Koch. Am Schluss wählten die Zuschauer gleich zwei Sieger des Abends: Dalibor und Daniel Hoth. Gleichzeitig gastierte im Deutschen Hygiene-Museum in der Reihe „Literarische Alphabete“ des Literaturforums Dresden der Autor Peter Kurzeck. Der auch in Dresden offenkundig beliebte Schriftsteller las dabei nicht nur aus seinem 1200 Seiten dicken Roman „Vorabend“, sondern stellte im Gespräch mit Moderator Patrick Beck auch seine viel gerühmte Kunst des spontanen Erzählens unter Beweis. 120 Dresdner lauschten.

Am 19. Oktober fanden erfreulich viele interessierte Zuhörer den Weg in den Kunstraum geh8: Moderiert vom Dresdner Publizisten Hans-Peter Lühr, unterhielten sich der Fotograf Werner Lieberknecht und der Schriftsteller Marcel Beyer über das Verhältnis von Fotografie und Poesie und die Möglichkeiten zur wechselseitigen Befruchtung der beiden Künste. Die Gäste konnten dabei einem von Lieberknechts Fotografien inspirierten Gedicht Beyers lauschen und gleichzeitig die im Kunstraum präsentierten Lichtbilder betrachten.

Am 20. Oktober fand, wiederum im Kunstraum geh8, ein weiterer Höhepunkt des Festivals statt. Im Laufe des ganze Tages fanden etwa 200 Dresdner den Weg zum „Independents’ Day“, der „Nacht der unabhängigen Verlage„. Unter anderen stellten die Verlage Ventil, Binooki und Lilienfeld ihre Programme vor. Sodann diskutierten die Verleger Ingo Rüdiger, Selma Wels und Axel von Ernst mit den Moderatoren Helge Pfannenschmidt und Leif Greinus über die Freuden und Leiden des unabhängigen Verlegens, die Verhältnisse auf dem Buchmarkt und die Chancen der jungen Literatur. Der Abend endete mit vier Vertretern eben dieser: Norbert Lange trug kunstvoll einige seiner Gedichte vor, Felicia Zeller las Geschichten aus ihrem Buch Einsam lehnen am Bekannten, Nancy Hünger präsentierte einen Prosatext aus ihrem Band Halt dich fern und Jan Off las in bekannt mitreißender Weise zwei Geschichten und ein Poem zum Thema Punkrock.

Das Festival „Literatur Jetzt“ 2012 wurde vom LivelyriX e.V. in Zusammenarbeit mit dem Literaturforum Dresden und zahlreichen weiteren Partnern organisiert. Die Programmgestaltung lag in den Händen von Leif Greinus (Verlag Voland & Quist), Helge Pfannenschmidt (Verlag edition AZUR), Volker Sielaff (Autor) und Michael Bittner (Autor). Gefördert wurde das Festival von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und der Landeshauptstadt Dresden. Eine neue Ausgabe im Jahr 2013 ist geplant.

„Literatur Jetzt!“ – 3. Festival zeitgenössischer Literatur 2011 endete am Freitag

Am Freitag endete nach drei erfolgreichen Tagen „Literatur Jetzt!“, das dritte Festival zeitgenössischer Literatur in Dresden. Mehr als 20 Autoren und Künstler wirkten bei sechs Veranstaltungen mit, die 500 junge und ältere Gäste in die Scheune und die Hochschule für bildene Künste lockten. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden hatten das Literaturfest gefördert. Im Jahr 2012 wird die vierte Ausgabe des Festivals stattfinden, voraussichtlich vom 24. bis 28. Oktober.

Zum Abschluss des Literaturfestes am Freitag präsentierten bei der „Nacht der Lesebühnen“ in der HfbK Andreas Krenzke, Michael Sailer, Franziska Wilhelm und Michael Bittner Texte voll satirischer Komik. Zuvor hatten am selben Ort Joachim Sartorius und Daniela Seel Gedichte aus ihren jüngsten Veröffentlichungen gelesen und mit dem Moderator Volker Sielaff u.a. über den aktuellen Literaturnobelpreisträger, den schwedischen Lyriker Tomas Tranströmer, diskutiert. Wie erwartet erwies sich der Auftritt des Büchner-Preisträgers Wilhelm Genazino in der HfbK am Donnerstag, der aus seinem neuen Roman „Wenn wir Tiere wären“ las, als ein Höhepunkt des Festivals. Zuvor hatten Claudia Reh und Simone Weißenfels ihre Light-Art-Performance „Lichträume“ in den Hallen der HfbK präsentiert. Am selben Abend trafen in der Scheune beim „Poetry Slam – Dead or Alive“ lebendige und tote, von Dresdner Schauspielern verkörperte Dichter aufeinander. Das zahlreich erschienene Publikum wählte die junge Marburger Poetin Theresa Hahl zur Siegerin des Abends. Eröffnet hatte das Festival am Mittwoch die Autorin Anne Hahn, die ihr politisches Sachbuch „Der weiße Strich“ über eine künstlerische Protestaktion junger Menschen gegen die Mauer vorstellte und mit Lutz Rathenow über den Umgang mit der DDR-Vergangenheit diskutierte.

Rückblick: „Literatur Jetzt!“ 2008

Das Dresdner Festival zeitgenössischer Literatur mit dem Titel „Literatur Jetzt!“ fand vom 25. bis zum 30. November 2008 statt. Über 1800 Zuschauer besuchten die 12 Veranstaltungen des Festivals, an denen fast 30 Autoren und andere Künstler mitwirkten. Lesungen, Diskussionen und Workshops fanden dabei im Kleinen Haus, im Kulturzentrum Scheune, im Kulturhaus Loschwitz, im Deutschen Hygiene-Museum, in der Hauptbibliothek und im E-Zwo statt. Einen ausführlichen Rückblick auf die Veranstaltungen gibt es nach dem Klick >>> (mehr …)

Rückblick: „Literatur Jetzt!“ 2007

Schön war’s! Die erste – und hoffentlich nicht letzte – Ausgabe des Dresdner „Festivals zeitgenössischer Literatur“ „Literatur Jetzt!“ ist mit großem Erfolg über die Bühne gegangen. Über 1700 Menschen besuchten die 13 Veranstaltungen, an denen mehr als 30 Autoren und andere Künstler beteiligt waren. Wer die eine oder andere Veranstaltung verpasst haben sollte, der kann seine Neugier jetzt hier in der Lektüre eines ausführlichen Rückblicks befriedigen.

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