Programm

Museum der Poesie. Eine Lesung mit Artur Becker, Lütfiye Güzel und Ron Winkler

Foto von Lütfiye Güzel: 7brands

 

Bei diesem „poetischen Stationendrama“ unter dem Titel Museum der Poesie in den Räumen der Sonderausstellung „Shine on Me“ bringen die Poetin Lütfiye Güzel und die zwei Poeten Artur Becker und Ron Winkler ihre lyrischen Welterkundungen performativ oder lesend zur Darstellung. Drei Dichter – drei Orte inmitten der Ausstellung. Die Klänge des Saxofons von Richard Ebert führen die Zuhörer zu den Leseorten. Dort darf man Platz nehmen oder stehend den Darbietungen lauschen, umgeben von den Vitrinen, Objekten, Mobiles.

 

Die Autoren:

Lütfiye Güzel, 1972 in Duisburg geboren, ist ein Shooting Star der modernen Lyrikszene, obwohl sie nach eigener Aussage auf Literaturbetrieb und – agenturen „keinen Bock“ hat. Seit 2014 bringt sie unter ihrem eigenen Laben Go-Güzel-Publishing Notizen, Novellen, Gedichte und Selbstgespräche heraus. Sie leitet Poetry-Workshops an Schulen und in Museen und schreibt Essays, u.a. für den WDR 3. Im Mai 2014 wurde Lütfiye Güzel mit dem Fakir Baykurt Kulturpreis der Stadt Duisburg ausgezeichnet. Im November 2017 mit dem Literaturpeis Ruhr. Das aktuelle Buch „Nix Meer“ (Episode) ist im Mai 2018 erschienen.

 

Artur Becker, 1968 geboren als Sohn polnisch-deutscher Eltern in Bartoszyce (Masuren), lebt seit 1985 in Deutschland. Witz, amüsante Überzogenheit, Tragik – das sind die Ingredienzien seiner Romane, die ihn bekannt machten. Doch Becker ist auch als Lyriker, Essayist und Übersetzer tätig. Seine Gedichtbände tragen so markante Titel wie „Der Gesang aus dem Zauberbottich“ oder „Jesus und Marx von der ESSO-Tankstelle“ heißen seine Gedichtbände. „Wenn die polnische Sprache der Kindheit des Autors sich mit der deutschen seines Erwachsenenseins verbindet, entsteht eine poetische Welt, die sich über beide erhebt“, heißt es über Artur Beckers neuesten Band, „Ein Kiosk mit elf Millionen Nächten.“

 

Ron Winkler, geboren 1973 in Jena, lebt in Berlin. Seine Wort sind „schlaftraumhaft (un)artig“, heißt es über ihn, „eine Art Freiheit weht durch ihre Weiten, mit Schönheiten ist ständig zu rechnen.“ Der WDR3 spricht von „einer Art Multitasking-Lyrik“. Winkler ist der Surrealist unter den Dichtern der mittleren Generation. Von  ihm erschienen bisher fünf Gedichtbände. Er ist Herausgeber verschiedener Anthologien, darunter Schneegedichte (2011). 2005 erhielt er den Leonce-und-Lena-Preis, 2006 den Mondseer Lyrikpreis. 2016 den Basler Lyrikpreis. Sein neuester Band, 2017 erschienen, heißt „Karten aus Gebieten“.

 

Der Musiker:

Richard Ebert, 1986 in Sömmerda geboren, ist ein deutscher Jazz-Saxophonist, Flötist und Komponist. 2007 – 2013 Saxophonstudium an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden, Unterricht u.a. bei Til Brönner und Günther „Baby“ Sommer. Gründer des „Richard-Ebert-Quartetts“. In verschiedenen klassischen Projekten und Ensembles, wie dem „KlangNetz Dresden“, arbeitet Ebert außerdem mit Komponisten und Dirigenten wie Enno Poppe und Musikern der Dresdner Philharmonie zusammen und wirkt an Aufführungen in der Semperoper und dem Dresdner Schauspielhaus mit. Richard Ebert lebt und arbeitet als freischaffender Musiker und Musikpädagoge in Dresden.

 

Museum der Poesie. Eine Lesung mit Artur Becker, Lütfiye Güzel und Ron Winkler mit Musik von Richard Ebert (Saxofon) | Deutsches Hygiene-Museum, Ausstellung „Shine on me“ | 7. November | Mittwoch | 19 Uhr | Eintritt: 10 Euro / ermäßigt 6 Euro | Karten im Vorverkauf